Zeitzeugen, die den
1. Weltkrieg
noch selber miterlebt haben, wird man heute kaum noch finden. Die
Generation,
die darauf folgte, ist heute in einem Alter, das es manchem schon nicht
mehr ermöglicht, von der damaligen Zeit zu berichten. In den
Jahrzehnten
nach Ende des Krieges 1914 - 18 sind viele private Nachlässe und
Aufzeichnungen
verlorengegangen, manches landet auch heute noch auf dem Flohmarkt oder
wird gar weggeworfen.
Auch sind während
des 2.
Weltkrieges viele öffentliche Archive zerstört worden. So
wurde
im April 1945 das Potsdamer Heeresarchiv und somit der
größte
Teil der Akten über die ehemalige preußische Armee bei einem
Bombenangriff auf Berlin vernichtet.
Um so wichtiger ist es,
die
noch vorhandenen Relikte und Belege dieser Zeit aufzufinden, zu
archivieren
und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es soll dadurch
jedem ermöglicht werden, etwas über die Menschen, die in den
Jahren 1914 bis 1918 als Soldat im Felde standen, zu erfahren.
Insbesondere gilt dies
für
die Kriegstoten, deren Schicksale doch mittlerweile weitestgehend in
Vergessenheit
geraten sind.
Aus diesen
Gründen haben
wir uns zusammengeschlossen, um gemeinsam möglichst viele der
heute
noch zugänglichen Quellen auszuwerten. Die meisten Mitglieder sind
durch die Beschäftigung mit den Geschichten ihrer Ur-
Großväter
zur weiteren Arbeit an dem Thema angeregt worden. Neben dem allgemeinen
Interesse an der Kaiserzeit bzw. dem 1. Weltkrieg hat die Erforschung
deutscher
Soldatenschicksale einen besonderen Stellenwert bekommen. Mittlerweile
gehen diese Forschungen schon weit über das Maß eines reinen
Hobbys hinaus.
Eine weitere große
Aufgabe,
die wir uns gestellt haben, ist das Anlegen von Datenbanken mit
Informationen
und Fotos der Gefallenen des 1. Weltkrieges.
Grundlage für
die Recherchen
sind u.a. von einzelnen Mitgliedern aufgebaute Privatbibliotheken und
Archive.
Sie enthalten neben privaten Nachlässen, Feldpost,
Tagebücher,
allgemeine Literatur, Regimentsgeschichten, Verlust- und
Belegungslisten,
sowie eine Anzahl weiterer Quellen. Auf dieser Basis tauschen sich die
Vereinsmitglieder permanent aus und nutzen dadurch einen gemeinsamen
Bestand
an Daten und Informationen. So ist es jedem Vereinsmitglied
möglich,
spezielle Problemstellungen effektiv zu untersuchen, Forschungen zu
betreiben
und gemeinsam mit Gleichgesinnten zu arbeiten.
Wir sind der Meinung,
dass
man zur Wahrung des Friedens und gegen Gewalt die Geschichten der
Teilnehmer
des 1. Weltkrieges nicht vergessen darf. Die Historiker 1914 - 18 sind
sich einig, dass sie durch die Erforschung und
Veröffentlichung
der Schicksale dieser Menschen, auch im Hinblick auf kommende
Generationen,
einen Beitrag zum Erhalt des Friedens leisten können und
müssen.
Eine ordentliche
Mitgliedschaft
in unserem Verein sollte schon in einer ernsthaften Beschäftigung
mit dem Thema 1. Weltkrieg begründet sein. Für Personen, die
uns anderweitig unterstützen möchten, besteht die
Möglichkeit
einer fördernden Mitgliedschaft. Außerdem freuen wir uns
natürlich
über jede Sach-oder finanzielle Spende, über die
Spendenbescheinigungen
ausgestellt werden können.
Wenn Sie mehr
über
unsere
Arbeit und Forschung erfahren möchten, informieren Sie sich
zunächst
bitte auch auf den einzelnen externen Internetseiten der
Vorstandsmitglieder.
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